ZSC Lions gegen Davos: HCD will die Zürcher Rekordserie stoppen

Die ZSC Lions empfangen am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 19.45 Uhr den HC Davos in der Swiss Life Arena. Der Tabellenführer hat alle zwölf bisherigen Meisterschaftsspiele gewonnen und strebt den 13. Erfolg in Serie an. Davos will nach der deutlichen 1:5-Heimniederlage vom Samstag eine Reaktion zeigen und die beeindruckende Zürcher Siegesserie beenden.

Beim ersten Aufeinandertreffen im Landwassertal setzten sich die Lions vor 6’547 Zuschauern souverän durch. Simon Knak, Sven Andrighetto, Malte Strömwall, Willy Riedi und Joel Gruber trafen für Zürich. Filip Zadina erzielte den einzigen Davoser Treffer. Andrighetto gehörte mit einem Tor und zwei Vorlagen zu den auffälligsten Akteuren.

Die Ausgangslage könnte unterschiedlicher kaum sein. Zürich führt die National League mit 33 Punkten aus zwölf Partien und einem Torverhältnis von 53:28 an. Der HC Davos belegt mit 16 Zählern aus 13 Spielen den zehnten Tabellenplatz. Für die Bündner steht damit neben der Revanche auch der Anschluss an die Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte auf dem Spiel.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Partie: ZSC Lions – HC Davos
Termin: Dienstag, 20. Oktober 2026, 19.45 Uhr
Spielort: Swiss Life Arena, Zürich
Letztes Duell: HC Davos – ZSC Lions 1:5
Ausgangslage: Zürich mit zwölf Siegen in Serie, Davos auf Tabellenrang zehn
Was das bedeutet
Die Lions können ihren Rekordstart auf 13 Siege ausbauen und ihren Vorsprung an der Tabellenspitze vergrössern. Davos benötigt eine deutlich stabilere Defensivleistung, um beim Tabellenführer Punkte mitzunehmen. Bereits am Freitag warten auf beide Teams weitere wichtige Meisterschaftsspiele.

ZSC Lions bleiben das Mass aller Dinge

Zwölf Spiele, zwölf Siege: Die Zürcher haben einen aussergewöhnlichen Start in die Meisterschaft 2026/27 hingelegt.

Bereits vor dem ersten Duell mit Davos hatten die Lions mit zehn Startsiegen einen neuen National-League-Rekord aufgestellt. Nun haben sie die Bestmarke weiter verbessert.

Besonders auffällig ist die offensive Breite der Mannschaft. Beim 6:3 gegen die SCRJ Lakers erzielten sechs verschiedene Spieler die Zürcher Treffer.

Auch beim 5:1-Auswärtserfolg in Davos überzeugten mehrere Sturmformationen. Die Zürcher benötigten keine dauerhafte Dominanz, sondern nutzten ihre Möglichkeiten konsequent.

Nach zwölf Begegnungen stehen bereits 53 erzielte Tore zu Buche. Das entspricht durchschnittlich mehr als vier Treffern pro Partie.

Andrighetto und Knak führen die Zürcher Offensive an

Im ersten Direktduell vom Samstag brachten Simon Knak und Sven Andrighetto die Gäste bereits im Startdrittel mit 2:0 in Führung.

Besonders für Knak war sein Treffer gegen den ehemaligen Arbeitgeber ein spezieller Moment.

Nach einem torlosen Mitteldrittel erhöhten Malte Strömwall und Willy Riedi auf 4:0. Zwar konnte Filip Zadina für Davos noch verkürzen, doch Joel Gruber stellte den Vier-Tore-Vorsprung wieder her.

Andrighetto verbuchte insgesamt drei Skorerpunkte und gehörte zu den entscheidenden Spielern.

Davos muss am Dienstag deshalb nicht nur einzelne Leistungsträger kontrollieren. Die Zürcher besitzen genügend Qualität, um mit unterschiedlichen Formationen Tore zu erzielen.

HC Davos sucht nach defensiver Stabilität

Beim HCD bleibt die bisherige Meisterschaft von wechselhaften Leistungen geprägt.

Noch am Freitag hatte die Mannschaft mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen Lugano aufhorchen lassen. Tino Kessler, Filip Zadina und Frédéric Allard hatten damals die Treffer erzielt.

Gegen Zürich folgte jedoch ein deutlicher Rückschlag.

Insbesondere die Gegentore im ersten und letzten Drittel zeigten, wie schwierig es für die Bündner ist, gegen einen derart effizienten Gegner über die gesamte Spielzeit mitzuhalten.

Zusätzlich muss Davos weiterhin auf Arvid Asplund, Michael Gross, Fredrik Ryfors und Sandro Schreiber verzichten.

Die personelle Situation erschwert die Aufgabe, bietet anderen Spielern aber auch die Gelegenheit, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.

Revanche verlangt mehr Konsequenz

Für einen Erfolg in Zürich benötigt Davos vor allem eine bessere Chancenverwertung und weniger Fehler im eigenen Drittel.

Die Bündner dürfen dem Tabellenführer insbesondere in der neutralen Zone nicht zu viel Raum überlassen. Der ZSC kann schnelle Scheibengewinne unmittelbar in gefährliche Angriffe umwandeln.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Unterzahlspiel. Die Lions haben bereits mehrfach gezeigt, dass sie gegnerische Strafen effizient bestrafen können.

Umgekehrt könnte Davos mit einem konzentrierten Start und konsequentem Forechecking versuchen, den Zürcher Spielfluss früh zu unterbrechen.

Auch die Torhüter dürften eine wichtige Rolle übernehmen. Sandro Aeschlimann hatte beim Sieg gegen Lugano wichtige Paraden gezeigt. Gegen Zürich war die Davoser Defensive jedoch zu häufig überfordert.

Bereits am Freitag warten die nächsten Gegner

Für die Lions geht es am Freitag, 23. Oktober, mit einem Heimspiel gegen die SCL Tigers weiter. Zwei Tage später reisen sie zu Genève-Servette.

Davos empfängt am Freitag den SC Bern und tritt am Samstag auswärts in Langnau an.

Die Bündner stehen damit vor einem anspruchsvollen Programm mit mehreren direkten Konkurrenten.

Zunächst gilt die Konzentration jedoch dem Wiedersehen in Zürich. Während die Lions ihre historische Erfolgsserie fortsetzen wollen, sucht der HCD ausgerechnet beim ungeschlagenen Tabellenführer die nächste Wende.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
20. Oktober 2026 | Vor den Dienstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 12 +25 33
2. Genève-Servette HC 13 +3 24
3. HC Ambri-Piotta 12 +2 21
4. Fribourg-Gottéron 12 +14 21
5. Lausanne HC 14 +1 21
6. SC Bern 11 +4 20
7. SCL Tigers 13 +3 19
8. HC Ajoie 14 −4 19
9. EV Zug 8 +11 16
10. HC Davos 13 −7 16
11. HC Lugano 12 −3 15
12. EHC Biel-Bienne 12 −6 13
13. SCRJ Lakers 13 −18 11
14. EHC Kloten 13 −25 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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