ZSC Lions holen Simon Seiler von Gottéron
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Freiburg Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Transfermarkt Vereine Zürich Ⳇ Verbreitung
Die ZSC Lions verstärken ihre Verteidigung für die Saison 2027/28 mit Simon Seiler von Fribourg-Gottéron. Wie Watson am Montag, 12. Oktober 2026, berichtet, hat Sportchef Sven Leuenberger den 29-jährigen Schweizer Verteidiger nach Zürich gelotst. Seiler gehört beim amtierenden Meister zu den verlässlichen Defensivkräften und bringt Erfahrung, körperliche Präsenz und Playoff-Qualitäten mit. Für die Lions ist der Transfer auch eine Rückkehr eines früheren Nachwuchsspielers.
Simon Seiler steht noch bis zum Ende der Saison 2026/27 bei Fribourg-Gottéron unter Vertrag. Die Freiburger hatten seine Vereinbarung im Dezember 2025 um ein weiteres Jahr verlängert. Nun zeichnet sich der Wechsel nach Zürich ab. Der Frauenfelder soll beim ZSC jene Stabilität einbringen, die neben offensivstarken Verteidigern und technisch versierten Spielern für eine ausgeglichene Mannschaft notwendig ist.
Der Transfer erhält durch die aktuelle sportliche Situation zusätzliche Bedeutung. Die ZSC Lions sind mit zehn Siegen aus zehn Meisterschaftsspielen in die Saison gestartet und haben am Wochenende ausgerechnet Fribourg-Gottéron mit 5:4 nach Verlängerung bezwungen. Damit stellten sie einen neuen Startrekord in der National League auf. Seiler dürfte künftig Teil jener Zürcher Defensive werden, die bereits jetzt zu den grossen Stärken des Tabellenführers gehört.
Seiler hat sich seinen Platz erarbeitet
Der Weg von Simon Seiler in die National League verlief nicht geradlinig. Der gebürtige Frauenfelder durchlief einen Teil seiner Ausbildung in der Nachwuchsorganisation der ZSC Lions, sammelte seine Erfahrungen im Erwachsenenbereich anschliessend aber bei verschiedenen Klubs.
Über den HC Thurgau, den EHC Kloten und den EHC Olten arbeitete er sich schrittweise nach oben. Im Verlauf der Saison 2022/23 wechselte der Verteidiger schliesslich zu Fribourg-Gottéron.
Dort entwickelte er sich unter Christian Dubé zu einem festen Bestandteil der Mannschaft. Bereits im Januar 2023 erhielt Seiler einen neuen Zweijahresvertrag. Besonders geschätzt wurden seine körperliche Spielweise, seine Disziplin und die Fähigkeit, defensive Aufgaben zuverlässig zu erfüllen.
Starke Playoffs mit Fribourg-Gottéron
Seine Bedeutung zeigte sich besonders während der Playoffs im Frühjahr 2026. Seiler erhielt durchschnittlich gut 18 Minuten Eiszeit und erreichte eine Plus-Minus-Bilanz von +7. Damit gehörte er in dieser Wertung zu den drei besten Freiburger Spielern.
Seiler war Teil jener Mannschaft, die Gottéron im Frühjahr zum ersten Schweizer Meistertitel der Vereinsgeschichte führte. Für den Verteidiger bedeutete dieser Erfolg einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere.
Seine offensive Statistik steht dagegen weniger im Vordergrund. Bis zum aktuellen Zeitpunkt verzeichnete er insgesamt 16 Skorerpunkte in 202 National-League-Partien.
Entscheidend sind vielmehr seine Zweikampfstärke, seine Positionierung und die Bereitschaft, auch unangenehme defensive Aufgaben zu übernehmen.
Leuenberger setzt auf einen bestimmten Spielertyp
Mit Simon Seiler verpflichtet der ZSC nicht einfach einen weiteren Verteidiger. Sportchef Sven Leuenberger verfolgt damit einen klaren sportlichen Ansatz.
Die Zürcher verfügen bereits über spielstarke Abwehrkräfte wie Dean Kukan, Mikko Lehtonen und Tim Berni. Daneben braucht eine erfolgreiche Mannschaft Spieler, die konsequent verteidigen, Zweikämpfe gewinnen und vor dem eigenen Tor für Ordnung sorgen.
Seiler passt in dieses Profil. Seine Rolle besteht weniger darin, Offensivaktionen einzuleiten oder zahlreiche Skorerpunkte zu sammeln, sondern darin, defensiv Stabilität zu schaffen.
Gerade in den Playoffs kann diese Qualität entscheidend werden. Enge Begegnungen werden häufig durch gewonnene Zweikämpfe, konsequente Abwehrarbeit und kleine Details entschieden.
Ausgerechnet gegen den künftigen Arbeitgeber
Eine besondere sportliche Note erhält die Nachricht durch das jüngste Aufeinandertreffen der beiden Vereine.
Am Samstag gewannen die ZSC Lions gegen Fribourg-Gottéron mit 5:4 nach Verlängerung und feierten ihren zehnten Sieg im zehnten Meisterschaftsspiel.
Der historische Saisonstartrekord der ZSC Lions verdeutlicht die aktuelle Stärke des Zürcher Kaders.
Seiler stand bei dieser Begegnung noch für Fribourg auf dem Eis. Damit traf er unmittelbar vor Bekanntwerden der Transfernachricht auf seinen voraussichtlichen künftigen Arbeitgeber.
Gottéron muss seine Defensive neu planen
Für die Freiburger ist der bevorstehende Abgang sportlich relevant. Seiler hat sich über mehrere Spielzeiten zu einem verlässlichen Bestandteil der Abwehr entwickelt und kennt die Anforderungen an eine Mannschaft mit Meisterambitionen.
Sportdirektor Gerd Zenhäusern hatte den Verteidiger bei dessen letzter Vertragsverlängerung ausdrücklich für seine Solidität und Zuverlässigkeit gelobt.
Mit Blick auf die Saison 2027/28 wird Gottéron deshalb eine Lösung für diese Position benötigen.
Für Seiler selbst bietet sich dagegen die Gelegenheit, zu seinen sportlichen Wurzeln zurückzukehren und sich bei einem weiteren ambitionierten National-League-Klub zu etablieren.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert